psychischer Sadismus, der versteckte Missbrauch

Unter dem Begriff Sadismus versteht man in erster Linie die Lust am Quälen. Was auch stimmt. Nur wird beim psychischem Sadismus keine physische Gewalt angewendet. Psychischer Sadismus ist eine der schlimmsten Gewaltanwendungen, die man einem Kind antun kann. Das Kind ist den Qualen schutzlos ausgeliefert. Beispiele dafür sind:

 

1. Das Kind bewusst freuen lassen und dann die Freude nehmen

Beispiel: Ein Kind geht mit seiner Mutter in die Stadt einkaufen, das Kind sieht etwas, mag es ein Spielzeug sein oder ein schönes Kleidungsstück. Die Mutter erkennt, dass das Kind großes Interesse an dem Gegenstand hat und lässt das Kind das Kleidungsstück anprobieren.  Dem Kind gefällt das Teil so gut und die Mutter lässt das Kind einen Moment zelebrieren. Während die Mutter das Kind beobachtet, wie toll es sich in der Hose oder dem Kleid fühlt, und spürt, dass das Kind es unbedingt haben möchte, kommt die sadistische Ader der Mutter zum Ausdruck. Jetzt kommt die Lust zum Quälen! Das Kind fragt die Mutter, ob sie ihr das Kleidungstück kauft, da es ihr so gut gefällt. Die Mutter sagt: "Nein, das brauchst du doch nicht und es sah an dir nicht gut aus." Das Kind ist zu tiefst enttäuscht und traurig. Dieses Gefühl befriedigt die Mutter. Es mag harmlos klingen, aber wird diese Methode ständig angewendet, ist es versteckter Sadismus. 

 

2. Dem Kind Essen geben, was es nicht mag

Einem Kind immer nur Essen zu geben, was ihm nicht schmeckt, ist  sadistisch und eine üble Form der Gewaltanwendung. 

 

3. Tierquälerei

Man mag es sich kaum vorstellen, aber es gibt Eltern, die von ihren Kinder verlangen Tiere zu quälen. Ja, sogar Tiere zu töten. 

 

4. Angst

Eine der häufigsten Methoden von Sadismus ist es, Angst zu verbreiten. Hier wird das Opfer bewusst in Angstsituationen gedrängt und diesen ausgesetzt. 

 

5. Unterlassene Hilfeleistung

Eine der schlimmsten Formen von sadistischem Verhalten ist die unterlassene Hilfeleistung bei Krankheit von Kindern. Hier wird das Kind auf übelste Art und Weise gequält. Das Kind ist krank oder hat Schmerzen. Der Täter genießt diesen Zustand des Kindes und verweigert die Hilfe bewusst so lange , bis sein perverse Spiel auffliegen könnte. Das Kind ist dem Täter schutzlos ausgeliefert. 

 

Du bist selbst betroffen und möchtest mir deine Geschichte erzählen, dann schreibe sie mir unter info@stille-kellerkinder.de. Gerne würde ich deine Geschichte hier veröffentlichen. 

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Kommentare: 19
  • #1

    Lucy (Donnerstag, 10 Mai 2018 21:44)

    Seit ich denken kann, wurde ich von meiner Mutter gequält.
    Ich wurde nieder gemacht mit Brüllen, Schlägen, Isolation, überhört/ übersehen, bei Problemen mit Nichtachtung gestraft, gedemütigt.
    Wünsche wurden nicht erfüllt.
    Ich gewöhnte mir das Weinen ab, denn das veranlasste sie nur, weiter zu machen.
    Sie wollte mich nie und äußerte das regelmäßig. Das alles geschah während der Kindheit. Ich bin fast wahnsinnig geworden, hatte mit 5 Jahren die erste Depression, wie ich heute weiß. Und mich durch die Kindheit gekämpft, es gab keinerlei schöne Zeit. Mit 13 missglückte ein Suizidversuch.

  • #2

    Maren (Montag, 25 Juni 2018 18:42)

    Meine Mutter hat mich gezwungen, in die Freundschaftsalben meiner Freundinnen auf die Frage "Wer ist dein größtes Vorbild?" als Antwort "meine Mutter" zu schreiben. Ich kann mich nicht erinnern, ein einziges Mal in meiner Kindheit meinen Geburtstag mit meinen Freunden gefeiert zu haben. Als ich einmal weinend zu meiner Mutter sagte, ich würde im Sport geärgert, weil ich ein kleines Bäuchlein hatte, damals war ich 8 Jahre alt, zwang sie mich auf perfide Art, einen hautengen knall-orangen Turnanzug am nächsten Tag im Schulsport anzuziehen. Als ich morgens meinen Kleiderschrank öffnete und meine Turntasche für den Grundschulsport richten wollte, war der komplette Kleiderschrank leer. Es hing einzig und allein der orangene Turnanzug in der Mitte des Schrankes an der Stange. Mir hat es das Herz zerissen, ich habe mich so gedemütigt, bloßgestellt und gequält gefühlt.
    Meine Mutter hat die Briefe meiner Freundinnen heimlich gelesen und mich dann gemobbt, wenn ich von der Schule kam. Selbst als ich die Briefe versteckt habe, wusste sie immer irgendwelche Dinge aus meinem Leben oder dem Leben meiner besten Freundinnen, die sie nicht wissen konnte und aus den Briefen gelesen haben musste.
    Meine Mutter hat mich von meinem Vater und allen Verwandten und meinen Freunden isoliert und mir Schuld- und Schamgefühle eingeredet.
    Meine Mutter hat mir mehrmals aus voller Überzeugung gesagt, dass sie mich hätte abtreiben sollen und stellt sich selbst als Opfer dar, indem sie behauptet, es sei ihr alles zu viel Arbeit gewesen. Aber wenn ich sie frage, wie man so etwas zu dem eigenen Kind sagen kann, behauptet sie, sie habe mich immer gewollt und mein Vater hätte mich nicht gewollt. Sie ist extrem manipulativ.
    Meine Mutter war mehrmals in der Psychiatrie. Ich bin 13 Mal umgezogen. Meine Mutter hat mich noch gefunden, selbst als ich die Schule gewechselt und alleine in einer fremden Stadt gewohnt habe. Sie hat mich verfolgt. Und sie würde mich auch heute noch verfolgen, wenn sie nicht wüsste, dass ich alles überlebt habe und stark genug bin, sie anzuzeigen und dafür zu sorgen, dass sie eingewiesen wird.

  • #3

    Davina (Freitag, 19 Oktober 2018 12:22)

    Meine Mutter wollte immer das ich "auf esse",sie hat mir dann gegenüber gesessen und dabei zugeschaut.Wenn ich aufgehört habe zu essen ,drohte sie mir mich zu füttern...,wenn ich alles aufgegessen habe und mich dann übergab,war sie zufrieden!
    Meine Mutter war Eifersüchtig auf mich.Wenn mein Vater zur Arbeit ging mußte ich mich ihr gegenüber setzen und sie redete dann Stundenlang auf mich ein,warum der Papa ,die Mama lieber haben MUß als das Kind!Meine Mutter hatte Pferde und zwang mich zum reiten.Wenn ich herunter fiel mußte ich wieder auf's Pferd.Auch wenn ich weinte und bettelte nicht wieder aufsteigen zu müssen ...,zwang sie mich!Einmal befahl sie mir in der Reithalle vor anderen Leuten wieder aufzusteigen...,ich wollte nicht .Dann meinte sie,wenn ich nicht sofort wieder aufsteigen würde,dürfte ich nie wieder auf's Pferd.Ich war sehr Froh und Dankbar...,dann kam sie in die Halle mit einer Pferdegerte und peitschte mich aus .Sie schrie dabei ich solle sofort wieder auf Pferd...,keiner half mir!Urvertrauen habe ich nie gelernt...

  • #4

    Chris (Donnerstag, 08 November 2018 15:51)

    Alle im obigen Artikel genannten Beispiele habe ich selbst mit meiner Mutter erleben müssen, und es gibt noch unzählige andere. Wie z.B., dass sie dafür Sorge trage, dass ich aufgrund einer etwaigen Pflegebedürftigkeit ihrerseits (sie war damals 50 und körperlich topfit) nur mehr einen knappen Selbstbehalt meines beruflichen Einkommens für mich hätte, sie mich also jederzeit finanziell ruinieren könne und dies auch tue, sollte ich mich nicht ihren Wünschen beugen. Sie hat nicht nur verlangt, dass ich als Kind eines meiner Tiere mit Gift töte, weil sie keine Lust hatte, zum Tierarzt zu fahren, sie hat auch selbst getötet, indem sie ein anderes Tier im Winter einen ganzen Tag lang im ungeschützten Käfig auf dem eiskalten Balkon erfrieren hat lassen, nachdem sie mich als 7jährige zuvor völlig unvermittelt aus der Wohnung entsorgt hatte. Sie hat versucht, sich durch Schwangerschaft über einen Mann, der sie nicht liebte und dem sie sich angedient hatte, in eine wohlhabende Familie hineinzu(er)pressen, was aber nicht gelang. Auf das Schweigegeld, offiziell den Unterhalt meines Vaters für mich, hatte ich erst mit 23 Jahren Zugriff, zuvor hat sie mich wie ein Hartz4-Kind leben lassen. Von dem so zusammengerafften Geld hat sie sich dann eine schöne Eigentumswohnung gekauft. Meinen Sohn hat sie sein ganzes Leben lang gegen mich aufgehetzt und ausgespielt, hat immer wieder versucht, mich hinter meinem Rücken beim Jugendamt zu verleumden, was glücklicherweise nicht gelang. Ich könnte noch endlos weitererzählen, wie sie mich immer nur benutzt und manipuliert hat, einzig und allein zu ihren Gunsten. Sie hat auch Menschenleben auf dem (unbenutzten) Gewissen.
    Ich habe vor Jahren den Kontakt abgebrochen, weil ich nicht mehr von ihr fertiggemacht, belogen, gedemütigt, abgewertet, beleidigt, verspottet, kontrolliert, verleumdet, ausspioniert, hintergangen, bedroht und erpresst werden wollte. Auf dieser Welt kenne ich trotz meines fortgeschrittenen Alters keinen Menschen, den ich als so gestört und bösartig wie meine Mutter erlebt habe. Und trotzdem macht sie weiterhin Menschen kaputt und darf das.

  • #5

    Rosa (Dienstag, 25 Dezember 2018 07:52)

    Chris, habe genau dasselbe durch. Meine Mutter hat alles kontrolliert, meinen Vater, meinen Sohn und mich. Als Vierjährige hatte ich eine Blasenentzündung, und als ich mich anmachte, stellte sie mich mit einer Windel auf die Strasse, dass „mich alle auslachen sollen“. Sie quälte meine Tiere, indem sie sie zB im Winter bei Eiseskälte draussrn erfrieren ließ und ließ meinen Hind von einem völlig betrunkenem Jäger erschießen. Der brachte dann das bluttriefende Halsband und schmiss es vor meinen Augen in den Müll. Meine Mutter sagte daraufhin, ich sei Schuld daran, weil ich mich nicht gekümmert hätte. Ich war neun. Meine Eltern verschenkten alle Dinge, die ich liebte, sie machten sich vor anderen über mich lustig oder schlugen mich, was manche veranlasste, mich als Kind zu fragen, ob ich adoptiert sei. Meinen Sohn hat meine Mutter so lange manipuliert, bis er nicht mehr wusste, wer ist der Gute und wer der Schlechte. Wer sagt die Wahrheit. Das ist eine Frage, die mich seit meiner Kindheit begleitet. Ich musste immer darum kämpfen, dass man mir glaubte, dass ich nichts getan hatte.

  • #6

    Froggy (Sonntag, 30 Dezember 2018 20:05)

    Ich hatte leider ziemliche Kindesmisshandler als Eltern. Eine Erinnerung, die mir in den letzten Tagen immer wieder hochkommt ist folgende: Ich bin ziemlich krank und liege im Bett meiner Eltern. Die Mutter hat Suppe gekocht und gibt sie mir mit dem Löffel ein. Ich nehme die Suppe an und bin schon am Essen. Da packt mich der Vater an den Haaren - und ruckt hin und her, damit das noch schmerzhafter ist. Es scheint, als wolle er mich mit Haarereissen zum Essen zwingen, damit ich nicht noch schwächer werde. Ich war doch aber schon am Essen, als er mit der Misshandlung anfing! Meiner Meinung nach war das reine Lust am Quälen. Das ist bei einem kranken Kind natürlich noch lustvoller, weil dieses noch schwächer ist als sonst und kann als Fürsorge getarnt werden. Es ist aber nicht nötig, ein krankes Kind mit Gewalt zur Nahrungsaufnahme zu zwingen. Wenn es denn gar nicht mehr Essen mag, dann kann der Arzt ihm eine Infusion legen. Leider ist dies lange nicht der einzige Vorfall dieser Sorte in der Familie. Er behauptete nach der Scheidung, dass er die Kinder doch so sehr geliebt hätte... Das glaube ich nicht! So geht man doch nicht mit einem Menschen um, den man liebt!

  • #7

    Rafael (Samstag, 12 Januar 2019 15:22)

    Das sind krasse Erlebnisse, die Ihr schildert. Solche Mütter, inkl.meiner, sind das Letzte.
    Bin zwar ein Mann, aber ich hab die volle Ladung bekommen, meine Schwester nicht. Alles dabei: Scheidung, kenne meinen Vater nicht, neuer Freund Alkoholiker, verprügelte mich, Mutter reagierte nicht, weil sie Angst um sich hatte. Dann musste ich denen beim EmSex zuschauen (Sadismus), bekam Sachen zu essen, die ich nur auf der Toilette rauswürgen konnte. Mit fünf hatte ich fast 42 Grad Fieber, erbrach, Mutter legte Eiswürfel auf mich, aber nen Arzt rief sie nicht. Zerstörte alles: machte meine Leistungen kaputt, Freundschaften und mein Traumstudium. Aber vor allem meine Gesundheit. Habe 22 Seiten geschrieben.
    Das Krasse ist, dieses Monster ist auch Opernsängerin und will auf keinen Fall, dass meine Geschichte rauskommt. Mit zwanzig ward zu viel: Suizidversuchvund Nahtoderfahrung. Schade, hat es nicht geklappt. Wirklich. Habe 20 Jahre später erst gemerkt, was abgelaufen war: schwerst gestörte Narzusstin als Mutter.
    Was denken sich solche A.....eigentlich?

  • #8

    Erzieherin (Donnerstag, 14 März 2019 16:25)

    Ich bin Erzieherin in einer Kita..ich habe mir vorgenommen nie weg zu sehen U nie zu übersehen..die Praxis sieht anders aus..vieles ist subtil..daher meine Frage..wer hätte euch"retten"können?gab es,im Nachhinein,Anzeichen,die übersehen wurden von Lehrern, Erziehern, Freunden? wäre ich eure Erzieherin gewesen,was hätte ich euch fragen oder sagen können,dass ihr euch mir anvertraut hättet..haltet mich bitte nicht für unsensibel..ich Frage deshalb so konkret,weil ich das behördliche U psychologische Geplänkel kenne..da die Situationen in der Praxis mitunter so subtil sind, hat man oft keine Handhabe konkret zu werden..aber euch hätte Jemand retten sollen..vielleicht helfen eure Geschichten

  • #9

    Nadine (Samstag, 04 Mai 2019 23:32)

    Meine Mutter... An meinem Geburtstag bzw schon Wochen davor, hab ich ihr gesagt, was ich mir wünsche, an meinem Geburtstag kam, sie weiß nicht was sie schenken soll... Oder... Meine Mutter geht mit meiner Schwester über die Straße und ruft VORSICHT! Ich sage ihr, dass es sinnlos war, da absolut kein Auto in Sicht war... Was macht meine Mutter, sie fängt an zu lachen! Als Kind hatte ich ständig Ohrenschmerzen, irgendwann hat sie mich einfach im Zimmer weinen lassen. Im Schwimmbad rutsche ich als Kind die Kinderrutsche herunter konnte mich nicht unter Wasser halten, bin ständig unter getaucht hatte Angst, meine Mutter steht am Beckenrand und hat gelacht!

  • #10

    Silke (Sonntag, 26 Mai 2019 14:56)

    Liebe Erzieherin,
    Ich habe das erste Mal im Alter von 15 Jahren versucht, mich meiner Lehrerin gegenüber zu öffnen. Ich hatte den ersten Nervenzusammenbruch in der Schule und es fiel dadurch auf, dass etwas nicht stimmte. Fazit, die Lehrerin glaubte mir nicht (so etwas schlimmes kann es gar nicht geben) und nahm Rücksprache mit meiner Mutter, die mich vor der Lehrerin beschämte, was ich für Lügen erzählen würde. Andere glaubten mir auch nicht. Ich würde übertreiben und so etwas gibt es doch gar nicht. Ich habe bis heute kein Vertrauen und Wurzeln aufbauen können.
    Als Kindergartenkind habe ich noch nicht begriffen, was falsch läuft. Ich kann mich nur noch erinnern, dass ich ständig alleine gespielt habe, mich da schon beschützend vor Schwächere gestellt habe (obwohl ich keine Beziehung zu ihnen hatte) und mich notfalls auch mit den Jungs geprügelt habe. Vielleicht sind das ja Verhaltensweisen, die Ihnen weiterhelfen.
    PS :Ich war immer Einzelgänger, weil ich für andere "komisch" war und reichlich aggressiv, wenn mich jemand demütigen wollte...

  • #11

    Nina (Samstag, 15 Juni 2019 11:54)

    Ich moechte der Erzieherin antworten.

    Ich denke, vielleicht kannst du im Moment nicht dafuer sorgen dass diese kinder ihre familie verlassen, aber du kannst durch liebe dafuer sorgen, dass sie ein bischen selbstliebe aufbauen.

    Und die haelt dann ihr leben lang. :)

  • #12

    Chris (Freitag, 21 Juni 2019 10:14)

    Meine Mutter war auch der Horror. Leider habe ich etwa 35 Jahre gebraucht das zu schnallen. Nachdem ich von ihr wegmusste/sollte, sollte ich zurück. Durch Therapien die sie hinter sich hatte war es danach nur noch psychische Misshandlung. Da ich damalige Amtsberichte gefunden habe weiss ich früher war da schwere Verwahrlosung mit Verdacht auf Misshandlung, ob mein Vater oder Mutter da schlimmer waren weiss ich nicht . Aber das ich mal daraus kam um sie scheisse zu finden und nicht mehr nur Verständnis für sie aufbrachte hat ewig gedauert . Meine Mutter ist finanziell gut aufgestellt, ich lebe seit einem Klinikaufenthalt auf Hartz4 - bin aber endlich wieder (vorerst?) gering sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Mit 18 hatte ich 50 Euro zum leben und keinen Baföganspruch und als ich wieder zu ihr gezogen bin (nach der Pflege innerhalb der Verwandtschaft, denen sie die Hölle heiß gemacht hatte mit Anwalt um mich zurück zu bekommen - halt die eigene Misere als Aufhänger benutzt wieso sie so ist) war es eine Zumutung für sie mir Unterhosen z.B. zu kaufen etc.. Das sie mehrmals versucht hatte mich abzutreiben erwähnte sie auch gerne. Vor dem Klinikaufentalt schrie sie in meiner hellhörigen damaligen Mietwohnung rum, dass sie stolz wäre so viel Geld zu haben (ausser mal so Aushilfe mit 25 hat sie nie selber gearbeitet) und ich hätte keinen Grund neidisch zu sein. Da das immer wieder kommt, dass es ihr so gut geht und mir nicht und ich auch selber daran schuld bin....rede ich eigentlich nicht mehr mit ihr. Mittlerweile fährt mein Stiefvater den ähnlichen Beat, daher ist Weihnachten auch die Hölle - mein Haus, mein Job, mein Auto - tja und was hast du geschafft? Von uns siehst du Versagerin aber keinen (adäquaten) Pfennig. Deine Mutter ist das Opfer, nicht du. Wir waren immer gut zu Dir - mehr als Miete und 50 Euro hat ne Abiturientin halt auch nicht nötig.

  • #13

    Anneliese (Mittwoch, 10 Juli 2019 10:04)

    Meine Mutter hat zusätzlich Lügen überall verbreitet, bei Freunden oder ihr Fremden Sachen über mich erzählt. Man weiß dann nicht warum die Leute sauer auf einen sind oder nicht mehr mit einen reden. Man auch Gezwungen sich selbst weh zu tun. Alles was man logisch wieder legen konnte wurde unlogisch gemacht auf ihre Art und Weise. Ich habe über die Eltern vor allem Mutter gelernt wie man Ausländer hasst. Sie sagte immer äh willst du von so einem ein Kind? Guck mal die schwarzen Haare. Mein Hamster hat meine Mutter aus dem Kinderzimmer 3.Stock geworfen weil er angeblich nachts vor ihrem Bett stand und gefaucht hat. Ich hole mir die nicht erhaltende Liebe durch kleine Gesten oder Sachen aus der Gesellschaft. Ich freue mich sogar über Fertigsalat. Warum? Weil ich mir sage, den haben Leute für mich gemacht. Auch wenn sie es nicht bewusst für mich direkt gemacht haben, ist es immer noch besser als die ganzen Quälereien bis zum Bruch mit den Eltern, ich hab fast alles vergessen bis vor kurzen. Für mich ist besser nicht zu wissen, es ist Horror.

  • #14

    Anna Maria (Donnerstag, 01 August 2019 20:30)

    ich erinnere mich gern an die Mathe Nachhilfe.Ich hatte schon immer Probleme mit Zahlen, mein Vater hat es genossen mir Nachhilfe zu geben.
    Mich zu komplett fertig zu machen. Natürlich war ich schuld, ich wollte ihn ärgern. Er Hat angefangen zu zählen, ich hab es Dir 2mal erklärt, also willst Du mich ärgern Ich zähle jetzt von 10 bis null. Ich habe am ganzen Körper gezittert er hat genüsslich gezählt um dann mit dem Lineal zu zu schlagen, , ich soll mich bitte nicht so blöd anstellen, er zählt jetzt noch mal. Er hat mit dem Lineal gewackelt beim zählen., das fand er geil, natürlich habe ich es als Kind provoziert., ich hatte Todesangst, war wie gelähmt, Seine abartig ruhige Stimme , das hat ihn Spaß gemacht.Er fand es auch toll seine Kinder beim tapezieren zu quälen, er hat gebrüllt geschrien, getobt bei tapezieren, zu alles sind sie zu blöd, totale Provokation von den Kindern.Seine Frau ist eh der letzte Dreck, zu nix fähig. Er hat Ihr über Jahre sämtliches Selbstvertrauen genommen, totale Abhängigkeit.Schlimm war es als die Kinder von meiner Schwester oft bei oma und opa waren. Opa war wie ausgewechselt, ich würde es mal als Verliebtheit oder Besessenheit bezeichnen. Es gab keine anders Gesprächsthema mehr, er hat alle komplett damit zu getextet, es gab kein anders Thema mehr, der Moritz hat dies hat das, alle mussten sich seine verliebte Scheiße anhören, bzw seine Besessenheit von den kleinen Jungs.Nur bis zu einem gewissen Alter.Dann kam Lukas, die Moritz Besessenheit war schlagartig vorbei. Dann ging es nur noch um den Lukas, also die Besessenheit, fand schon in einer gewissen Alterskategorie statt.Kleine Jungs, bis maximal 9 Jahren.Die Mädchen von meinen Bruder waren auch zu Besuch, die kleinen Mädchen haben nie Interessiert, die kleinen Jungs , wow,sein Ding.Angeblich hat er die Jungs mit einem Stock bedroht. Kann ich mir gut vorstellen, das hat natürlich nie statt gefunden, auch keine kranke Mathenachhilfe oder rumbrüllen und schreien, totale Ausraster beim renovieren. Das haben sich die Kinder eingebildet, alle wollen ihn was böses.
    Seine Frau war auch immer gegen ihn, deswegen musste er sie wie den letzten Dreck behandeln.Alle haben sich bewusst so verhalten um ihn zu provozieren. Er wollte niemanden weh tun, es wurde ihm keine Wahl gelassen.Auch die Behauptung, das die Mädchen, den Männern mal Freude machen würden, dicke Titten , die verstehen einfach keinen Humor, die sind komplett über empfindlich.Auch als er ins Badezimmer kommt, wenn seine Tochter duscht und ihn bittet raus zu gehen, ist sie völlig daneben, wie kann man sich so anstellen.Überhaupt bilden sich die Mädchen ein was besseres zu sein. Mit 17 war meine Tochter in der Jugendpsychiatrie, warum Depressionen, Angst, nicht mehr sprechen, schlafen, Selbstmordgedanken- ja scheiß Gene von den Polacken meiner Mutter, woher sonst. Sogar mit fast 80 Jahren ist er immer noch unberechenbar, heute so morgen so aber meistens ein Teufel. Früher wochenlang monatelang unberechenbar, niemand wusste in welcher Stimmung der Herr sich befand. Heute freundlich, morgen der Teufel, er hat alle tyrannisiert , wochenlang, monatelang, tagelang.. Der einzige Mensch der jemals in die Psychiatrie gemusst hätte ist mein Vater,. Deswegen soll bitte niemand verlangen, das ich auf dieses Arschloch aufpasse oder den Teufel persönlich pflege etc. Da er vor Frauen keinerlei Respekt hat wäre es gut , wenn er von Männern gepflegt wird oder von Frauen,die nicht aus der Familie kommen. Sollte er sich bösartig verhalten, stimme ich einer Sedierung zu..Bei fremden Menschen wird er es nicht wagen sich so bösartig zu verhalten. Ich werde eventl. die Pflege kontrollieren eher nicht, weil ich dann einen Job im Ausland habe.Familie was ist das???Habe ich nie gehabt.

  • #15

    Nicole (Mittwoch, 14 August 2019 13:24)

    @Erzieherin:

    Das finde ich sehr gut, dass Sie fragen woran man erkennen kann, dass ein Kind daheim Misshandlung möglicherweise erfährt.

    Woran man es bei mir hätte erkennen können (aber leider wurde ich nie ernst genommen, da meiner narzisstisch-psychopathischen Mutter geglaubt wurde und ich nie separat angehört wurde und auch höllische Angst hatte, dass sie meinen "Verrat" mitbekommen würde. Die Situation zu Hause war schon gefährlich genug für mich.):

    - ich spielte immer für mich alleine, war nicht in der Lage mich einzugliedern, Freundschaften zu schließen und zu halten, da mir eingetrichtert wurde, dass mich sowieso keiner leiden könnte, nichtmal die Eltern wollten mich, sagten mir, dass ich eine Zumutung wäre. Ich wollte nie auffallen, nie im Mittelpunkt stehen. Meine wenigen Freunde, auch andere Familienmitglieder wurden gegen mich aufgehetzt, so dass sie mich nicht mehr sehen wollten, bspw. indem sie sie oder deren Eltern beleidigte, Lügen über mich erzählte. Meinen Vater durfte ich nie kennenlernen und mir wurde von ihr gedroht "wie eine heiße Kartoffel" fallengelassen zu werden, wenn ich den Kontakt zu ihm suchen würde. Mit 30 lernte ich ihn kurz vor seinem Tod kennen, doch es war keine nachträgliche Bindung mehr herzustellen zu ihm, da er auch unterm Pantoffel stand, so wie mein Adoptivvater. Er war das Gegenteil von dem was mir meine Mutter als Kind eintrichterte (Prügler, Säufer): sanftmütig, liebevoll, allerdings auch rückgratlos, kein eigener Wille, keine eigene Meinung, total verschüchtert, Flüsterstimme, ängstlich, da er sich sein Leben lang nur umgab mit narzisstischen Frauen, die seinen Willen brachen.

    - ich fing sehr schnell an zu weinen, wenn ich mich gedemütigt, bloßgestellt fühlte (Aggressionen wie Nein zu sagen, wütend zu werden oder sich wagen sich selbst zu behaupten wurden zu Hause regelmäßig mit körperlicher Gewalt beantwortet). Ich wurde als überempfindlich, Heulsuse und nur Mitleid/Aufmerksamkeit erschaschen wollend von "Klassenkameraden" und Lehrern (Mobbern) bezeichnet. Keiner interessierte sich dafür warum mein Nervenkostüm so schwach war, ob vielleicht daheim was schief läuft (ich hatte einen Maulkorb und durfte nie die Wahrheit sagen. Drakonische Strafen hinter verschlossener Tür erwarteten mich. Auf meine Eltern zugehen und sie fragen, ob es stimmt was ich sage, wär mein Todesurteil gewesen. Sie drohten auch immer mich ins Heim zu stecken, wenn ich nicht tue was sie erwarten.)

    - Auf die Frage vor versammelter Schulklasse, ob es bei mir zu Hause Probleme gibt, log ich, dass alles ok wäre. Sinnvoller wäre es gewesen mich unter 4 Augen (Vertrauenslehrer gab es nicht) zu befragen und v.a. auf die Körperzeichen zu achten (ich zitterte viel, meine Stimme war kaum zu hören, flüsterte stets, wurde ständig ermahnt lauter zu reden was mich schon wieder zum Weinen brachte, wenn ich wieder von der Klasse ausgelacht wurde, da ich es einfach nicht schaffte "normal" zu sein, was mich sehr frustrierte).

  • #16

    Nicole (Mittwoch, 14 August 2019 13:25)

    Fortsetzung:

    Was mir geholfen hätte bzw. was mich zum Aufblühen brachte (Entwicklunghilfe um Entwicklungsstörungen abzumildern):

    - Liebevolle Zuwendung

    - gesagt bekommen, dass ich ok bin, auch wenn ich nicht so funktioniere wie andere ("Ellenbogen" wurden mir amputiert: fühlte mich ständig hilflos) und immer etwas unbeholfen, tollpatschig, selbstunsicher wirke

    - mich ermutigen, dass ich etwas schaffen werde, auch wenn ich gerade was nicht geschafft habe, dass ich es einfach weiter probieren soll = an mich glauben, denn daheim wurde ich als komplett unfähig und unterbelichtet dargestellt, dass ich eine Lachnummer wäre. Mein Selbstvertrauen konnte sich nie entwickeln. Daher heute änstlich-vermeidende Persönlichkeitsentwicklungsstörung und dauerhafter Sozial- und Psychiatriefall (trotzdem Hoffnung auf Besserung weshalb ich seit Jahren in Therapien gehe)

    - mir das Gefühl geben dazuzugehören, willkommen zu sein auch wenn ich regelmäßig ausgegrenzt wurde von der Gruppe (und den Eltern. Draußen gaben sie sich aber immer als die tollsten Eltern und ich bekam zu hören "Ich wäre froh so eine tolle Mutter zu haben." was bei mir Ekel hervorrief, denn ohne anwesende Zeugen zeigten sie mir ihr wahres Gesicht. Sie waren falsch! Sie waren mir feindlich gesonnen. Nichts konnte ich ihnen recht machen.)

    - zu wissen, dass es da draußen jemanden gibt, der mich ernst nimmt, mir zuhört und mir meine Empfindungen, Erfahrungen, Wahrnehmung der Realität nicht abspricht (das erfuhr ich ja schon zu Hause täglich. Stichwort "Gaslighting"), so dass ich von innen heraus den Sinn für meine eigene Wahrnehmung, was richtig und falsch ist, was mir gut tut und was nicht, nicht verliere. Selbst Therapeuten konnten mir nicht glauben, dass es so etwas gibt. Doch! Durch tägliche Manipulation/Gehirnwäsche verlor ich jeden Kontakt zu mir selbst, war schutzlos ausgeliefert. Ich nahm die Täter in Schutz, beschönigte, fand Entschuldigungen für ihr Verhalten, warf mir selbst vor schuldig zu sein, denn grausame Eltern hätte ich ja nur, weil ich so ein schlechtes, böses, undankbares, verdorbenes, verlogenes Kind wäre, dass diese Behandlung verdient hätte (ich hielt es sogar für ganz normal, da ich so von kleinst auf so groß wurde), denn die Einsicht, dass ich nie geliebt wurde von den Eltern ist für ein Kind nicht zu verkraften, da redet es es sich lieber schön indem es sich selbst für alles verantwortlich erklärt, schließlich kann es nicht einfach mal das Umfeld wechseln, muss sein Überleben sicherstellen (Stockholm-Syndrom-Symptome).

  • #17

    Nano (Mittwoch, 21 August 2019 18:52)

    Mein Vater war ein Sadist und Narzist die Mutter hatte Borderline Züge
    Wir waren 3 Kinder, davon ein Pflegekind, welches besonders stark gequält wurde. Mit ca 7 Jahren ging das Pflegekind zurück zu seiner Mutter. Bis dahin (6 Jahre alt) wurden wir beide abwechselnd gequält.
    Ich kann mich gut daran erinnern wie ich gefühlt habe, dass nach dem Weggang des Pflegekindes der ganze Hass der Familie alleine auf mich fiel. Beide Eltern haben mich beschuldigt, ich hätte meine Schwester gehasst und gequält. Ich kann mich jedoch dran erinnern, dass der Vater bei kleinen Streitigkeiten mit folgenden Worten eine art Gehirnwäsche an uns vollzogen hat; "Du wirst mal bereuen, das Du so sadistisch zu deiner Schwester warst, sie wird ein Leben lang unter den Folgen leiden". Diese Geschichte hat er mein Leben lang (ich bin 40) an alle meine Lehrer, Vorgesetzten, Verwandten und Freunden erzählt. Er gab auch immer an, ich hätte eine Psychische Störung und ein Hohes Gewaltpotential. Die Leute die mich kennen, würden das exakte Gegenteil behaupten.
    Auf Basis dieser Charakterlichen "Verfehlungen" befriedigte er sich an meinem Leid auf Psychische und Physische Art.
    Er wusste dass ich fast Täglich von einem Lehrer geschlagen wurde. Er einigte sich wohl mit ihm darauf, dass das ok ist und er zwecks Erziehung freie Hand habe (er hat dies Später bestätigt und mich damit wieder und wieder gequält). Er lobte immer seine Agogischen werte. Wenn ich flehend zu meinem Vater oder auch meiner Mutter gegangen bin und sie angefleht habe mir zu helfen, wurde ich als Lügner dargestellt und dafür auch noch bestraft. Er organisierte eine mit ihm befreundete Therapeutin um mein Gewaltpotential und meinen angeblichen Hass auf meine Schwester therapieren. Natürlich wurde ich parallel weiterhin verprügelt von diesem Lehrer und von meinen Eltern verleumdet und noch zusätzlich bestraft mit allerlei Maßnahmen in Perfider Art. Nach fast 2 Jahren in dieser Aussichtslosen Lage bekam ich Durett, Depressionen und bin schließlich zusammen gebrochen. Ich war damals 8 Jahre alt. Diese art von Bestrafungen zogen sich durch mein ganzes Leben. Immer wenn es mir schlecht ging, ergötze sich mein Vater an meinem Leid und sagte mir; nun weist du endlich wie sich Mobbing anfühle. Seine kranke Seite war immer sehr gut an seinem Diabolischem Grinsen im Gesicht zu erkennen. Er zog diese art von Bestrafungen durch meine Komplette Kindheit und Jugend.
    Ich hatte bisher 3 Suizid- Versuche, 4 Zusammenbrüche und kann ohne Starke Antidepressiva nicht mal aufstehen. Ich erwache immer noch Täglich in der Nacht und habe dann Panik Attacken. Ich persönlich empfand die Seelische Misshandlung das Schlimmste, sie zerstörte mich nachhaltig im Innersten. Besonders Grausam war, dass mir immer gesagt wurde, wir lieben Dich. Ich dachte manchmal ich werde wahnsinnig. Meine Eltern waren nach außen die besten und nach innen die schlimmsten.

  • #18

    Nicht allein (Donnerstag, 12 September 2019 14:06)

    Schlimme Verbrechen die hier berichtet werden. Gut zu wissen, man ist nicht allein und die eigene Wahrnehmung, die einem ständig ausgeredet würde, stimmt. Ja, es gibt Eltern, die ihr Kinder quälen und dabei sogar Lust empfinden. Meine Mutter hat ihr Kontroll und Machtbedürfnis auch dadurch gefüttert, indem sie mich ohnmächtig und hilflos machte. Mich permanent angeschrien und fertig gemacht meinen selbstwert zerstört und sich dann an mir, dem schuldbeladenen unterwürfigen und später auch durch den Missbrauch schwer kranken häuflein Elend ergötzt. Hab starke Angst vor Menschen - immernoch. Was man hätte man tun können, um mich zu beschützen? Man hätte mich aus der Familie nehmen müssen - weg von meinen Eltern. Die die helfen wollen: Achtet auf die besonders unauffälligen Kinder, die leisen, beschämten Kinder, die anspruchslosen, die sich nicht trauen ihr Bedürfnisse zu äußern und mischt euch ein in die Familien. Seht hin, nicht weg und lasst euch nicht von Geld, Macht und Titeln täuschen. Bei mir hat das niemand getan.

  • #19

    Andrea (Dienstag, 08 Oktober 2019 07:22)

    Bis vor 15 Jahren dachte ich, ich hatte eine normale Kindheit. Ich war halt ein Tollpatsch und Einzelgänger. Irgendwie hatte ich das Gefühl, keiner kann mich leiden. Niemand ist gern mit mir zusammen... außer meine Mutter. Sie war die einzige Freundin, Vertraute. Dann fuhr ich mit Anfang 30 zur Kur. Dort hatte ich psychologische Gespräche.. und plötzlich kamen die Alpträume zurück... die Hexe, die mich mit Messer und Gabel auseinander schneiden will, das ständige Gefühl, im Dunkeln etwas im Nacken zu haben, was mir furchtbare Angst gemacht hat. Ich konnte mit Anfang 30 nicht mehr im Dunkeln schlafen. Ich sprach meine Mutter darauf an. Sie negierte, bagatellisierte alles. Es dauerte weitere Jahre, dann war mein Sohn in den Ferien bei ihr. Nach einer Woche holte ich ihn ab. Er war völlig verstört. Ich konnte kaum glauben, was er erzählte. Alles brach plötzlich heraus... die Schläge mit der flachen Hand, wie sie mich an den Haaren durch die Wohnung zog und ich auf allen Vieren hinter ihr her krabbelte, um nicht skalpiert zu werden, wie ich mich dabei gefühlt habe mit den heißen Schweißausbrüchen , ihre Wut, meine Verzweiflung, wie sie sich vor anderen Leuten dargestellt hat, wie schwer es in ihren Augen mit mir war, immer war ich die Dumme, die zu nichts Fähige, wie sie mit der Hand durch meinen Kleiderschrank fegte und alle Klamotten auf den Boden fielen (weil ich sie nicht ordentlich genug einsortiert hatte). dass sie mein Tagebuch gelesen hat und dann die Mutter meines heimlichen Schwarmes zur Rede gestellt hat, wie sie mich mit einem Stockschirm verprügelte.... ach ich könnte die Reihe endlos fortsetzen. Schlussendlich war es die Ehrlichkeit meines Sohnes, die mich dazu brachte, den Kontakt abzubrechen.
    Immer wieder stelle ich mir die Frage, wie konnte sie mir das antun? Warum? Wie kann eine Mutter so etwas tun? Meine Wut konzentrierte sich auf ihre Uneinsichtigkeit. Sie hat nichts Falsches getan. Ich bin selber Mutter und nichts ist wichtiger, als dass es meinen Jungs gut geht.
    Dass ich diese Hilflosigkeit, die Angst vorm Alleinsein , Wut und Hass auch als Erwachsene in mir trage, lässt mich verzweifeln. Ich helfe sehr vielen Menschen, vor allem behinderten Menschen. Ich scanne immer mein Gegenüber ab. Wenn jemand jemand mit mir Probleme bespricht, kann ich mich vollständig in dessen Lage versetzen. Ich verlasse quasi meinen Körper.
    Warum kann ich das bei mir nicht? Warum bin ich nie zufrieden, egal wie toll ich etwas gemacht habe? Warum kann ich mich nicht annehmen, wie ich bin.
    Ich bin jetzt Ende 40 und habe mich dazu entschlossen, eine Therapie zu beginnen. Ich habe Angst vor dem, was noch ans Tageslicht kommt. Gestern erst fiel mir ein, wie sie mich mal bat, einen Deckel vom Topf zu nehmen. Ich öffnete den unter Druck stehenden Schnellkochtopf und hatte panische Angst, weil die Küche aussah wie Sau.... Dabei war ich verbrüht... im Gesicht, am Oberkörper, an den Armen.
    Ich träume jede Nacht von Dinosauriern, Fressmonstern, die mich verfolgen. Es ist die Hölle. Noch nicht mal nachts hab ich meine Ruhe.
    In meiner Ehe gibt es auch Probleme. Ich bin wütend, fühle mich ausgenutzt und alleine gelassen... Mein Mann redet nie über Gefühle, verlässt den Raum, wenn ich ein Gespräch beginnen will. Ich laube nicht, dass er sich für mich interessiert.
    Ich versteh mich selber nicht. Mein Verstand sagt mir, dass sie schlimme Dinge getan hat, aber immer wenn ich das denke, fragt eine zweite Stimme, ob das tatsächlich wahr ist. Ist das wirklich mit mir passiert?
    Mehr als die Hälfte meines Lebens ist rum. Wie schaffe ich es nur, jemals zufrieden zu sein? Ich wünsche mir nichts sehnlicher als Ruhe und Geborgenheit.